Sightseeing in     Berlin und Potsdam
Führungen für Gruppen aller Größen

Alternatives Kreuzberg SO 36: Multikulti, Musik, Bars, besetzte Häuser und 1. Mai


Nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs beschloss der Westberliner Senat das erste Stadtsanierungsprogramm 1963. Besonders die ärmliche Gegend um das Kottbusser Tor war von den Plänen betroffen. U.a. sollte am Oranienplatz ein Autobahnkreuz errichtet werden, um den Verkehrsfluss zum historischen Berliner Stadtzentrum in Ostberlin zu verbessern. Dabei waren diese Pläne schon durch den Berliner Mauerbau 1961, der die deutsche Teilung im wahrsten Sinne des Wortes zementierte, obsolet geworden. Das Sanierungsprogramm geriet auch deswegen in Verruf, weil in erster Linie Abriss und Neubau ohne Rücksicht auf die bis dahin gewachsenen sozialen Strukturen geplant wurden. Hinzu kamen die Immobilienspekulanten, die auch mit illegalen Methoden die Alteinwohner aus den Häusern schnell vertreiben wollten, um die staatlichen Fördergelder für Neubauten- und (nach ihrer schnellen Fertigstellung) deutlich höhere Mieten einnehmen zu können.

Doch alle hatten nicht mit dem Widerstand der Kreuzberger gerechnet, die erfolgreich in harten Kämpfen ihre Mitspracherechte einforderten und Kreuzberg bis heute zu einem der vielfältigsten und lebendigsten Berliner Bezirke machten. Erfahren Sie hier ihre Geschichte!

Treffpunkt:
Café „Südblock“, Admiralstr. 1-2, U 1/8 Kottbusser Tor

Dauer:
Ca. 2 oder 2,5 Stunden buchbar

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